Wie die Gründauer CDU in Erfahrung gebracht hat, soll in Lieblos im Bereich Büdinger Straße/ Ecke Leipziger Straße eine Ärztehaus, vorrangig für Hausärzte, entstehen.

Diese Planung würde für die Gemeinde Gründau allerlei negative Begleiterscheinungen und Belastungen nach sich ziehen und wird von uns keinerlei Unterstützung erfahren“, betont der Liebloser Ortsvorsteher Ludger Fröhle. Es mache demnach keinen Sinn, so Fröhle weiter, ein Ärztehaus mit einem zu erwartenden intensiven motorisierten Publikumsverkehr gerade auf einem Areal zu errichten, in dessen direktem Umfeld zur Verkehrsader Leipziger Straße bereits seit Jahren verkehrstechnischer Ausnahmezustand herrsche und bei Realisierung eines Ärztehauses die dortigen Verkehrsströme und Parkplatzsituation zusätzlich verschärfe.

Darüber hinaus lasse die beschränkte Baufläche überhaupt keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten zu, die aufgrund der rasanten Entwicklung der Medizin und der nach sich ziehenden Umsetzungskonzepte zu erwarten seien. „Ein Ärztehaus ohne weitere Perspektive kann nicht im Interesse einer zukunftsweisenden und verantwortungsvollen Gemeindepolitik liegen“, so der Liebloser Gemeindevertreter Matthias Würfl mit Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit Gründaus. Außerdem gebe es keinen Grund, Hausärzte aus Rothenbergen und Niedergründau ohne Not in Lieblos zu konzentrieren und auf diese Weise die medizinische Versorgung rund um den größten Ortsteil auszubluten, wie die CDU-Beigeordnete Helga Petzold anmerkt.

Viele Gründe für die CDU also ein mögliches Ärztehaus an dem geplanten Liebloser Standort abzulehnen, denn eine intelligente und zukunftsorientierte Gesundheitsversorgung sehe in der Tat ganz anders aus. „Wir werden daher in der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung einen Antrag einbringen, der die zukünftige Bebauung von Gewerbe im Bereich der Büdinger Straße/ Ecke Leipziger Straße ausschließen soll“, bringt es Fraktionschef Johannes Heger auf den Punkt. „Nach unserer Sicht würden sich als ein möglicher alternativer Standort für ein Ärztehaus in Gründau insbesondere Rothenberger Gewerbeflächen rund um den Penny-Markt anbieten, wo alle Kriterien für ein modernes und entwicklungsfähiges medizinisches Infrastrukturprojekt zutreffen. Hier könnte schließlich ein kreatives Ärztezentrum mit Modellcharakter entstehen, das die Zukunftsfähigkeit und die Attraktivität Gründaus zusätzlich und nachhaltig stärkt“, so Heger. Um dieses lohnende Ziel zu erreichen, schlägt der CDU-Fraktionsvorsitzende vor, dass der Gemeindevorstand zeitnah mit den Investoren und Planern den Dialog aufnimmt, um dahingehende konstruktive Lösungen zu finden.

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