Auflösungserscheinungen bei Gründauer SPD

Die CDU-Fraktion informiert

„Die SPD-Basis übt stillen Protest gegen die eigene Fraktion. Anders lässt sich nicht erklären, warum sechs (!) potentielle Nachrücker ihrem Fraktionschef Schubert einen Korb gegeben und sich verweigert haben, das freigewordene Mandat des zurückgetretenen ehemaligen Fraktionsvorsitzenden Andreas Bröning in der Gemeindevertretung zu übernehmen“, so die Erklärung von Johannes Heger für die CDU-Gründau. Diese Verweigerungshaltung sei einmalig in der Gründauer Kommunalpolitik und unterstreiche eindrucksvoll den zerrütteten Zustand der Gründauer Genossen, der auch mit wortgewichtigen Ablenkungsmanövern gegenüber den politischen Gegnern nicht zu kaschieren sei. 

Der anfänglichen Euphorie nach der gewonnenen Kommunalwahl in 2011 sei längst in breiter Front Ernüchterung gewichen, und insbesondere die Führungsriege um Schubert & Co habe aufgrund von fragwürdigen Entscheidungen – sowohl personell als auch sachbezogen- viel Kredit nicht nur bei der eigenen Klientel verspielt. So pflastern völlig überzogene Investitionen und Vorhaben den Weg der SPD und lasse die Rücklagen der Gemeinde sukzessive schrumpfen. Absoluter und unrühmlicher Höhepunkt stelle dabei die geplante komplette Gebührenfreiheit für die Gründauer Kindergartenbetreuung dar - ein überaus teures Unterfangen, das durch die Erhöhung der Gewerbesteuer gegenfinanziert und somit von den mittelständischen Betrieben getragen werden soll. „Hinsichtlich der aktuellen Personalie Andreas Bröning scheiden sich ebenfalls die Geister: Denn ob der ehemalige Fraktionschef - ein Mann des  Ausgleichs und des Dialogs-, der zuletzt keine tragende Rolle mehr innerhalb der SPD gespielt hatte, wirklich nicht aufgrund atmosphärischer Störungen resigniert und schließlich das Handtuch geworfen hat, sei einmal dahingestellt.  Auf jeden Fall hat die SPD-Fraktion einen kompetenten und politisch-korrekten Mitstreiter verloren. Man darf in der Tat gespannt sein, wohin der Weg der Gründauer Genossen führen wird. Sicher ist nur, dass er nicht von ihrem einstigen Flaggschiff Heiko Merz begleitet wird. Denn der ehemalige Bürgermeister, der von eigenen Leuten aus dem Amt gemobbt und dem neulich per Leserbrief „ein Maulkorb“ verabreicht wurde, hat mittlerweile sein SPD-Parteibuch zurückgegeben“, so der CDU-Fraktionschef abschließend.

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