SPD Versäumnisse bei der Schulbusanbindung Gettenbach

Eine populistische Haltung in der Frage der Anschaffung eines Kleinbusses für die Gettenbacher Schülerinnen und Schüler zur Anbindung an die Schulbuslinie nach Langenselbold wirft die Vorsitzende der Gründauer CDU und Gemeindevertreterin, Ursula Neumann, der SPD vor. Ohne die konkreten Kosten zu beziffern, lenke die SPD in ihrer jüngsten Stellungnahme mit Polemik nur von eigenen Versäumnissen ab.

Nach NeumannsAnsicht sei nämlich versäumt worden, im Zuge der Beratungen zum Nahverkehrsplan-Entwurf  eine bürgerfreundliche Anbindung des Ortsteils Gettenbach sicher zu stellen. Der Verkehrsplan habe dem SPD-dominierten Gemeindevorstand zur Anhörung vorgelegen, doch die Gettenbacher Problematik mit einer akzeptablen Anbindung des Ortsteils an den offiziellen Schulbus nach Langenselbold wurde dabei leider nicht thematisiert. Neumann verweist darauf, dass die acht betroffenen Schülerinnen und Schüler aus Gettenbach zudem die Möglichkeit hätten, nicht nur die Hain-Gründauer Bushaltestelle zu nutzen, sondern auch mit dem Bus von Gettenbach nach Niedergründau und von dort weiter nach Langenselbold zu fahren.

Das Problem unsicherer und langer Schulwege existiere nach Ansicht von Neumann nicht nur in Gettenbach, sondern betreffe Schüler auch in anderen Orteisteilen. Diese hätten einen ähnlich weiten Schulweg -teilweise ohne Bürgersteig- wie die Kinder, die im hinteren Teil Gettenbachs wohnten. Diese Eltern berücksichtige die SPD nicht, wenn sie sich jetzt vehement für einen kleinen Schulbus nur in Gettenbach einsetze. Der Vorschlag der SPD, einen Kleinbus für eine geringe Anzahl von Schülerinnen und Schüler in Gettenbach anzuschaffen, löse außerdem unverhältnismäßig hohe Kosten aus und benachteilige Eltern anderer Ortsteile. Ähnlich stelle sich nämlich die Situation für Kinder aus allen Gründauer Ortsteilen dar, die beispielsweise Schulen in Freigericht, Großkrotzenburg oder Bruchköbel besuchten. „Will die SPD diese Bedarfe anders behandeln als jetzt für Gettenbach gefordert, oder soll auch hierfür und damit für alle Gründauer Dörfer ein teures Kleinbussystem geschaffen werden?“, fragt Neumann. Letztendlich sei nicht die Gemeinde Gründau für die Schülerbeförderung zuständig, sondern der Kreis mit seinem Schuldezernenten Dr. Kavai. Den gelte es daher in die Verantwortung zu nehmen, um gemeinsam mit allen Beteiligten nach möglichen Lösungen zu suchen. Schließlich entrichte die Gemeinde Gründau wie die übrigen Kommunen des Main-Kinzig-Kreises einen höchst stattlichen Beitrag für die jährliche Schulumlage.  

In diesem Zusammenhang kritisiert Neumann auch die 3 km-Grenze im SPD-geführten Mainz-Kinzig-Kreis, die undifferenziert vorschreibe, dass eine öffentliche Anbindung nur sichergestellt wird, wenn die Bushaltestelle mehr als 3 km vom Wohnhaus entfernt liege. Von diesem Problem seien viele Eltern im gesamten Main-Kinzig-Kreis betroffen, und diese grundsätzliche Regelung sei nicht zeit- und kindgerecht.

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