„Wenn es um ihre angeblichen Verdienste um Gründau geht, verlieren die Gründauer Sozialdemokraten sehr gerne den Hang zur Realität. Obwohl im Rückblick der zu Ende gehenden Legislaturperiode unschwer festzustellen ist, dass die für eine Kommune wichtigen, strategischen Ziele versäumt, ja verschlafen wurden, versucht ihr Beigeordneter Hans Kroth  in Fünf-Jahres-Plan-Manier marktschreierisch, aber vergeblich, Schadensbegrenzung zu betreiben und den Leuten zu suggerieren, die SPD hätte alles richtig und die anderen alles falsch gemacht“, so CDU-Vorsitzende Christoph Engel.

Aber Versäumnisse den früheren Mehrheitsfraktionen vorzuwerfen, sei grotesk und falsch zugleich. „Nur wer einen verzerrten Blick auf die Wirklichkeit hat, kann ignorieren, dass die Erfolgsgeschichte der Gemeinde Gründau bis in die heutige Zeit durch das weitsichtige und sparsame Handeln von Bürgermeister Georg Meyer und CDU/FWG-Fraktionen geprägt ist“. Auf diesem Ruhekissen nebst komfortablen Rücklagen-Polster habe es sich die SPD zwischenzeitlich bequem gemacht und das Tagesgeschäft mehr schlecht als recht verwaltet.  Engel könne nicht erkennen, dass die SPD in den zurückliegenden fünf Jahren ihrer Regierungsverantwortung beispielsweise für die Gewerbeentwicklung überhaupt positive Signale gesetzt habe. Ganz im Gegenteil, sie habe kurz davor gestanden, die Gewerbesteuer zu erhöhen, um die Gebührenfreiheit für die Kitas zu finanzieren. Erst massiver Protest von Bürgermeister Gerald Helfrich und der CDU habe Schlimmeres verhindern können. Aber aufgeschoben sei nicht aufgehoben. „Zumindest für die Gründauer Christdemokraten kommt eine Erhöhung der Gewerbesteuer nicht in Frage“, verdeutlicht der CDU-Vorsitzende. Selbstgefällige Schönfärberei statt realitätsbezogenes Einschätzungsvermögen beweise Kroth auch bei seiner Beurteilung der finanziellen Lage Gründaus. Denn von einem ausgeglichenen Haushalt sei man meilenweit entfernt. „Die einzige Konstante der letzten Jahre ist, dass die SPD mit ihrem politischen Zickzack-Kurs seit 2013 zunehmend Verluste verursacht, die nur mit einem Griff in die Rücklagen ausgeglichen werden konnten“, betont Engel. Das finanzielle Defizit der Gemeinde werde für das Jahr 2015 voraussichtlich bei knapp 5 Millionen EURO liegen, ein historischer Minusrekord für Gründau. Der Haushaltsplan für das laufende Jahr 2016, der ursprünglich noch vor der Kommunalwahl verabschiedet werden sollte, verheiße ebenfalls nichts Gutes. Engel: „Unter den derzeitigen Planungsprämissen muss ich davon ausgehen, dass auch für 2016 wieder ein Fehlbetrag in mindestens ähnlicher Größenordnung wie 2015 zu erwarten ist. Wird der Kurs der SPD nicht gestoppt, dann sind die Rücklagen in wenigen Jahren aufgebraucht, und die Gemeinde Gründau würde jegliche Handlungs- und Zukunftsfähigkeit verlieren“.

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