Gründauer CDU favorisiert Mietwohnungen für Asylbewerber

Aufgrund gegensätzlicher und missverständlicher Darstellung in der Presse sieht sich die CDU-Gründau veranlasst, ihre Positionierung zur Asylthematik in Gründau nochmals deutlich zu machen. „Wir haben uns bei der Unterbringung der Flüchtlinge in Gründau von Anbeginn für eine dezentrale Lösung in gemeindlichen und privaten  Mietwohnungen ausgesprochen und eingesetzt“, so der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Skowski, „ weil dies nämlich die eindeutig kostengünstigste Variante für die Gemeinde darstellt, ohne dabei langfristige Verpflichtungen eingehen zu müssen“.

Insofern habe man auch dem Kaufrausch der SPD eine kategorische  Absage erteilt, ältere und teilweise sanierungsbedürftige Immobilien von der Gemeinde kaufen zu lassen, um dort Asylbewerber unterzubringen. „Dafür Rücklagen aufzuzehren, die schließlich für wichtige gemeindliche Investitionen fehlen, ist unverantwortlich und geht auf Kosten zukünftiger Generationen“, mahnt Skowski . Dass sich die Aufnahmefähigkeit Gründaus hinsichtlich der Flüchtlinge zumindest temporär entspannt  habe, sieht auch Gemeindevorstandsmitglied Norbert Amon. „Diese jüngste Entwicklung konnte vor allem durch den nimmermüden Einsatz der Gründauer Verwaltung erreicht werden, ist aber letztendlich auch einem Antrag der CDU geschuldet, der das Ziel verfolgt, die Bereitschaft der Eigentümer zur Vermietung von Wohnraum nachdrücklich zu steigern“. Basis seien zwar weiterhin die für Asylbewerber vorgegebenen geringeren Mietrichtpreise, doch  könne jetzt auch über marktübliche Mieten verhandelt werden, die sich letztendlich an Ortsteil, Lage und Wohnungsausstattung orientieren. „Bevor die Gründauer Genossen vorschnell Erfolgsmeldungen verbreiten und den Tag vor dem Abend loben, sollte zunächst die weitere Entwicklung  des Flüchtlingsstroms abgewartet werden, findet Volker Skowski. Es sei grundsätzlich davon auszugehen, dass sich die Flüchtlingszahlen aktuell und auch zukünftig  nicht wesentlich reduzieren, und dass möglicherweise doch noch zusätzliche Low-Cost-Häuser in Rothenbergen oder anderswo in Gründau benötigt werden. Vor diesem Hintergrund hoffe er, dass sich dann die Lieferbedingungen für Preise und Lieferzeit aufgrund zunehmender Nachfrage nicht so verschlechtern, dass die Häuser weder bedarfsgerecht noch in angemessener Zeit zur Verfügung stehen. „ Es wäre nämlich ein Desaster, wenn Bürgermeister Gerald Helfrich, dessen ursprüngliche Planung von der SPD in einer Nacht- und Nebelaktion durchkreuzt wurde, notgedrungen auf Turnhallen und Vereinsheime zurückgreifen müsste, um die zugewiesenen Asylbewerber unterbringen zu können“, so Skowski abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben