CDU vermutet Scharmützel gegen Helfrich

„Investitionsblockade der SPD trifft vor allem erwerbstätige Eltern“

Die Fraktion der CDU-Gründau bezieht Stellung zum Thema „Kita-Investitionen“:

Die Gründauer Sozialdemokraten befinden sich weiterhin auf besorgniserregendem Zickzack-Kurs. Neuester Schildbürgerstreich der SPD-Fraktion ist deren überraschende wie kategorische Ablehnung im Haupt- und Finanzausschuss, dringend benötigte Finanzmittel für den weiteren Um- und Ausbau der gemeindlichen Kindertagesstätten Eulennest in Lieblos, Traumwald in Niedergründau und Regenbogenkinder in Rothenbergen freizugeben, um auf den zunehmenden Bedarf zusätzlicher Ganztagsplätzen noch rechtzeitig zum Beginn des kommenden Kindergartenjahres im August diesen Jahres reagieren zu können.

Diese Verweigerungshaltung trifft vor allem jene erwerbstätigen Eltern, die auf eine ganztägige Betreuung ihres Nachwuchses angewiesen sind, und die nunmehr aufgrund fehlender Platzangebote ihre berufliche und soziale Basis gefährdet sehen. Offensichtlich sind der Gründauer SPD persönliche Ideologien und Eitelkeiten wichtiger und opportuner als die Verantwortung gegenüber den Bürgern und ihrer Bedürfnisse, denn die jüngste Abstimmung im Haupt- und Finanzausschuss ist ein Fußtritt gegen das gesellschaftliche Grundprinzip zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Doppelzüngigkeit der SPD lässt sich auch nicht durch die stete Forderung nach Umsetzung der unsinnigen gebührenfreien Kinderbetreuung kaschieren. Es unterstreicht vielmehr eindrucksvoll, dass die Schere zwischen dem eigenen Anspruch und der Wirklichkeit immer weiter auseinanderdriftet und macht gleichzeitig deutlich, in welch zerrüttetem Zustand sich die Gründauer Sozialdemokraten befinden. Denn wie ist ansonsten zu erklären, dass der Investitionsantrag für die Baumaßnahmen der drei Kindertagesstätten mit den Stimmen der SPD-Beigeordneten im Gemeindevorstand einstimmig gebilligt, aber später in dem Ausschuss mit den Stimmen der SPD-Ausschussmitgliedern abgelehnt wurde. Hier weiß die rechte Hand nicht, was die linke tut.

Die CDU vermutet allerdings, dass möglicherweise sachliche Argumente bei dem Abstimmverhalten nur vorgeschoben wurden und letztendlich überhaupt keine Rolle gespielt haben. Viel wahrscheinlicher ist nämlich die Annahme, dass sich die SPD-Protagonisten um Fraktionschef Schubert brüskiert fühlten, nur weil Bürgermeister Gerald Helfrich nicht nach der sozialdemokratischen Pfeife tanzt und sich mit gutem Grund weigert, die Umsetzung der Gebührenbefreiung für die Kindertagesstätten in Gründau zu realisieren. Sie haben daher nur auf eine passende Gelegenheit gewartet, ihre Machtposition herausstellen zu können und dem Gründauer Bürgermeister im Gegenzug eine Abfuhr zu erteilen. Dass dieses Scharmützel die beteiligten Kinder und Eltern, aber auch die Gemeinde Gründau trifft, spielt im Drama der SPD leider keine Rolle. Eine konstruktive, bürgerorientierte und verantwortungsbewusste Gemeindepolitik sieht indes anders aus.

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